Was ist Aura-Migräne?
So wie Aurora, die griechische Göttin der Morgenröte, mit langsam aufziehendem Licht den Tag ankündigt, leitet bei ca. 10-15 % der Betroffenen eine Aura die Migräneattacke ein. Mit dem Wort Aura beschreibt man neurologische Symptome, die im typischen Fall für die Dauer von ca. 30 Minuten dem eigentlichen Migränekopfschmerz vorausgehen. Sie sind durch eine allmähliche Zunahme und ein langsames Abklingen gekennzeichnet und bilden sich in der Regel vollständig zurück.
Am häufigsten handelt es sich um Sehstörungen, die einseitig links oder rechts im Gesichtsfeld auftreten. Diese sind häufig auch von Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühlen in den Armen usw. begleitet. Flimmererscheinungen, Zickzacklinien mit flackernden, farbigen Randzacken, Lichtblitze oder Flecken im Gesichtsfeld, in denen man nichts mehr sehen kann, nehmen allmählich an Größe und Ausbreitung zu. Das Lesen von Texten oder Autofahren ist jetzt erschwert oder wird unmöglich. Auch das Schließen der Augen bringt die Sehphänomene nicht zum Verschwinden. Nach ca. 30 bis 60 Minuten beginnen sich die Sehstörungen dann endlich langsam aufzulösen, um schließlich völlig zu verschwinden. Danach breitet sich bei vielen Betroffenen eine Art von Verwirrtheit aus und der eigentliche Migräne- Kopfschmerz setzt jetzt ein.
Wortfindungsschwierigkeiten sind ein häufiges Symptom nach einem Auraanfall.
Viel Betroffene berichten auch von Auraerscheinungen die sich direkt im Anschluss an den vorhergegangenen Anfall wiederholen.






